Tipps und Tricks rund um die Teichpflege

Eine Teichfilterung ist fast unerläßlich.

In der Regel besteht in natürlichen Gewässern (Seen, Teiche, Tümpel, etc.) ein biologisches Gleichgewicht. Über Jahre hinweg hat sich das Öko-System eingespielt und reguliert sich selbst. Bei Gartenteichen ist die anders. Die häufigsten Ursachen für grüne und trübe Gartenteiche sind zu hoher Fischbesatz und übermäßige Fütterung der Fische. Ausscheidungen der Fische und das überschüssige Futter bilden einen Nährstoffüberhang im Gewässer. Man spricht von Überdüngung (Eutrophierung). Die Folgen sind Algenblüten und grünlich trübes Wasser. Dies kann dann nur noch durch den Einsatz einer Filteranlage korrigiert werden.

Folgende Maßnahmen dienen sowohl der Vorbeugung wie auch der Bekämpfung eines zu starken Algenbesatzes:
 

  1. Anpassung des Fischbesatzes an die Wassermenge des Teiches. Faustformel:Je 1000 Liter Wasser nicht mehr wie 20 cm Fischlänge.
  2. Fütterung der Fische erst ab einer Wassertemperatur von 10°C und nur soviel, wie innerhalb von 5-10 Minuten durch die Fische aufgenommen werden kann.
  3. Reichhaltige Bepflanzung (mind. 1/3 der Teichoberfläche sollte bepflanzt sein) mit Sumpf- bzw. Unterwasserpflanzen wie Hornkraut, Wasseraloe und Armleuchteralgen. Dabei ist ausschließlich nährstoffarme Teicherde oder ein Gemisch aus Sand und Lehm zu verwenden, niemals Komposterde oder andere nährstoffreiche Böden.
  4. Sehr sparsame und platzierte Düngung der Wasserpflanzen.
  5. Regelmäßige Entfernung von verwelkten oder abgestorbenen Pflanzteilen.
  6. Abdeckung der Wasseroberfläche im Herbst mit Laubschutznetzen.
  7. Zufuhr von Sauerstoff über Wasserspiele oder Teichbelüfter.
  8. Regelmäßiges Abfischen der Algen mit einem Teichkescher.
  9. Eine regelmäßige Analyse von pH-Wert und Karbonathärte mit speziellen Testsets.
  10. Einsatz einer Filteranlage.
  11. Ein kompletter Austausch des Wassers ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll.
© 2009, (LiGaLo). All rights reserved.